Wie Corona die Darmflora verändert

Am 2.September ist ein interessanter Artikel in der FAZ zum Thema Darmflora und Corona erschienen:

www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/corona-wie-das-virus-die-darmflora-veraendert-17508554.html

Nicola von Lutterotti bezieht sich in dem Artikel hauptsächlich auf eine aktuelle Studie von Jonas Schlüter und Ken Cadwell von der New York University. Sie zeigt wie die Bakterienvielfalt im Darm während einer Coronainfektion abnimmt. Die Studie selber ist bisher als Preprint erschienen und kann hier eingesehen werden: www.researchsquare.com/article/rs-726620/v1

Long COVID Pilotprojekt

Long COVID: Immer mehr Studien zeigen wie eine Corona Infektion die Darmflora verändert. Ebenso gibt es Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Darmflora und der Schwere einer Coronainfektion.

Auf dieser Grundlage habe ich ein Long COVID Pilotprojekt gestartet. Mehr Informationen dazu finden Sie hier: www.jung-heiliger.de/pilotprojekt-long-covid-post-covid/

Praxisumzug: Ab Dezember in der Südstadt

Nach sieben Jahren in Bayenthal ist nun eine Veränderung dran. Ab dem 1.Dezember 2020 finden Sie mich in neuen Räumen in der Mainzer Str. 36. Direkt im Herzen der Kölner Südstadt am Eierplätzchen.

Maske und Mundgeruch

In täglichen Leben vieler Menschen hat sich in den letzten Monaten einiges verändert. Dazu gehört das Tragen von einem Mund-Nase-Schutz (Maske) an öffentlichen Orten, wo der Abstand nicht immer eingehalten werden kann. Durch das Maskentragen riechen Menschen plötzlich mehr ihren eigenen Atmen und stellen fest, dass sie Mundgeruch haben. Dieser entsteht nicht durch die Maske, sondern wird jetzt erst wahrgenommen.
Mundgeruch kann verschiedene Ursachen haben. Zu den häufigsten Gründen gehören Probleme im Mundraum oder im Verdauungssystem. Karies, Entzündungen am Zahnfleisch oder (nicht sichtbare) Speisereste in den Zahnzwischenräumen können einen unangenehmen Geruch verursachen. Hier lohnt sich ein Besuch beim Zahnarzt und ggf. 1-2 mal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung.
Wenn der Geruch mit der Verdauung zusammen hängt, kann dies wiederum verschiedene Ursachen haben: Er kann aus der Speiseröhre, dem Magen oder dem Darm kommen. Meistens gehen dann andere, manchmal auch zunächst unbemerkte, Beschwerden mit dem Mundgeruch einher. Hierbei kann es sich zum Bespiel um Sodbrennen, Brennen im Oberbauch, Übelkeit, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung handeln. Wenn der Mundgeruch mit einem dieser Symptome auftritt, ist es sinnvoll einen genaueren Blick auf den Verdauungstrakt und die eigene Speisekarte zu richten. Durch eine genaue Befragung (Anamnese) und Untersuchung, lässt sich genauer eingrenzen, ob die Probleme eher von einer Gastritis, fehlender Magensäure, einer Unverträglichkeit oder einer Dysbiose (Fehlbesiedlung mit Bakterien im Darm) herrühren.
Da ich mich seit mehreren Jahren auf den Verdauungstrakt sowie die dort lebenden Bakterien spezialisiert habe, kann ich Ihnen gerne bei der Suche nach der Ursache für den Mundgeruch helfen. Dies ist die Grundlage für eine nachhaltige Bekämpfung des schlechten Atems. Bei Interesse kontaktieren Sie mich einfach und vereinbaren Sie einfach einen Termin für ein kostenloses Kennlern-Gespräch.

Naturheilkunde in der Coronakrise

Die Naturheilkunde bietet mit ihrere ganzheitlichen Sichtweise verschiedene Möglichkeiten die Lunge und das Immunsystem präventiv zu unterstützen sowie die Psyche widerstandsfähiger zu machen. Neben der gesundheitlichen Bedrohung durch Covid-19 für manche Menschen, treten in stressigen Situationen vermehrt körperliche und emotionale Symptome auf: Rücken- und Schulterschmerzen, Magen- und Verdauungsprobleme, Blasenentzündungen sowie Angststörungen und Depressionen. Die Angst und Unsicherheit, die die Coronakrise mit ihren Einschränkungen von Bewegungs- und Berührungsfreiheit mit sich bringt, sind eine große Herausforderung von unsere Psyche. Vergessen Sie nicht, dass Sie ihrem Körper vertrauen können. Er unterstützt Sie jeden Tag und ist in der Lage sehr viel zu kompensieren.

Methan Atemgastest

Um eine Lactose- oder Fructoseintoleranz sowie eine Dünndarmfehlbesiedlung (DDFB / SIBOS) zu diagnostizieren, werden sogenannte Atemgastests durchgeführt. Dabei wird je nach Verdachtsdiagnose eine entsprechende Lösung getrunken: Lactose, Fructose, Lactulose oder Glucose. Danach wird in regelmäßigen Abständen die Atemluft gemessen. Normalerweise wird dabei der Wasserstoff Gehalt in der Atemluft gemessen. Bei ca. 10 Prozent der Betroffenen produzieren die Bakterien allerdings keinen Wasserstoff, sondern Methan. Diese Menschen gehören dann zu den sogenannten Non-Respondern, da die normalen Messgeräte in allergologischen bzw. gastroenterologischn Praxen keinen Methan Gehalt messen können.
Für diese Fälle gibt es in Deutschland inzwischen mehrere Anbieter, die die Methan Atemgastests zum Versand anbieten. Hierzu gehören u.a.:

  1. Enterosan:

https://www.enterosan.de/aktuelles/2018/04/18/neu-atemgastest-jetzt-auch-mit-methan/

sowie die Patient_innenBroschüre:
https://www.enterosan.de/pdfs/sonstige%20Downloads/Atemgastestbrosch%C3%BCre.pdf


2. Sibolab:

www.sibolab.de/products/atemgastest

Die Tests können über meine Praxis bestellt werden und werden dann Zuhause durchgeführt.
Bei Fragen kontaktieren Sie mich gerne oder vereinbaren Sie einen kostenlosen KennlernTermin

Klimakrise: Chefredakteur vom „Lancet“ ruft Ärzt_innen und medizinisches Fachpersonal zum zivilen Ungehorsam auf

Richard Horton ist Chefredakteur beim „The Lancet“- einem der renommiertesten medizinischen Fachjournale weltweit. Er hat am 24.10.2019 ein Video veröffentlicht, in dem er Ärzt_Innen und medizinisches Fachpersonal dazu aufruft zivilen Ungehorsam zu leisten um die Klimakrise abzuwenden:

„My name is Richard Horton and I’m editor of The Lancet.
The climate emergency that we’re facing today, is the most important existential crisis facing the human species and since medicine is all about protecting and strengthening the human species it should be absolutely foundational to the practice of what we do every single day. The GMC (General Medical Council) publishes an extremely important document which guides all health professionals duties of a doctor. The duties of a doctor are first and foremost to an individual patient or the public that they serve. The climate crisis is one of the most, I would say the most existential crisis facing our communities in the world today. Doctors and all health professionals have a responsibility and obligation to engage in all kinds of non-violent social protest to address the climate emergency. That is the duty of a doctor. (…)“


Der Frühling kommt- die Pollen leider auch…

Für die Meisten ist der Frühling die schönste Zeit des Jahres. Die Blumen und Bäume fangen an neu zu sprießen, die Tage sind länger hell und die Temperaturen werden wärmer. Leider können sich viele Menschen an genau dieser Zeit des Jahres gar nicht erfreuen, da die sprießenden Pflanzen noch etwas mit sich bringen: die Pollen. Das Immunsystem von Allergie-geplagten Menschen reagiert dabei in einer nicht angemessenen Weise auf die Fremdproteine. Niesen, tränende Augen und im schlimmsten Fall allergisches Asthma sind u.a. die Folge.

Wie ich Ihnen bei allergischen Geschehen in meiner Praxis helfen möchte, lesen Sie hier.

Damit auch Sie sich an dieser herrlichen Jahreszeit erfreuen können.

Achtsamkeit 2.0

In diesem spannenden Feature geht Nina Hellenkemper der unterschiedlichen Nutzung bzw. Benutzung von Meditation und Achtsamkeit nach. Sie zeigt wie gerade im Silicon Valley viel Geld in die Erforschung der Wirkmechanismen dieser alten spirituellen Techniken gesteckt wird. Dahinter verbirgt sie die Erkenntnis, dass Meditation nicht nur aus spirituellen, körperlichen und emotionalen Gründen genutzt werden kann, sondern auch zu einer Optimierung der Leistungsfähigkeit der Angestellten beiträgt. Mitarbeiter_innen brennen weniger schnell aus, sind kreativer und laufen somit schneller und länger im Arbeitshamsterrad. An diesem Beispiel zeigt sich gut, wie dünn der Grad zwischen Selbstoptimierung und Selbstfürsorge ist.

Zur Zeit ist das Feature leider nur als PDF nachzulesen. Es wird aber immer wieder beim NDR, WDR und Deutschlandfunk ausgestrahlt

Neues aus der Mikrobiomforschung

In den letzten Wochen sind in der Zeit drei spannende Artikel zum Thema Darm und Darm-Mikrobiom erschienen. Die Reihe greift einige der neusten Erkenntnisse aus der Mikrobiomforschung auf und gibt einen Einblick in die faszinierende – und manchmal auch erschreckende – Macht dieses neu entdeckten “Organs”.

Teil 1:
Da lebt was in Ihnen!

Teil 2:
Lieber Keimschleuder als Allergiker!

Teil 3:
Melancholische Mikroben