Vitamin C Infusionstherapie

Hochdosierte Vitamin-C-Infusionen helfen, die Immunantwort bei Infekten zu verbessern

Vitamin-C-Mangel ist bei vielen Infektionen nachweisbar und hat gravierende Auswirkungen auf die Immunreaktion des Körpers.

Ursächlich hierfür ist vor allem die enge Wechselwirkung zwischen Vitamin-C-Mangel und oxidativem Stress, die sich in einem „circulus vitiosus“ gegenseitig bedingen und verstärken. Die Folge sind Störungen der Immunantwort sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit. Darüber hinaus können Komplikationen durch Gewebeschäden auftreten. Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, Vitamin-C-Hochdosis-Infusionen (VCHI) in der Therapie von Infektionen einzusetzen – auch begleitend zu einer Antibiotikatherapie.

Auslöser für den Vitamin-C-Mangel ist die Immunantwort des Körpers, die dazu führt, dass der Vitamin-C-Verbrauch des Körpers stark ansteigt. So stark, dass die Vitamin-C-Konzentration in den Leukozyten zu Beginn eines Infektes innerhalb weniger Stunden um etwa 50 Prozent absinkt – und dabei oft die Skorbutgrenze erreicht.

Warum Infekte den Vitamin C Verbrauch steigern

„Bei Infektionen bilden Makrophagen und Neutrophile vermehrt ROS (reactive oxygen species), um den Erreger zu eliminieren“, erläutert Professor Dr. med. Burkhard Weisser von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Institut für Sportwissenschaft, Sportmedizin. „Aber: ROS greifen auch Immunzellen an und beeinträchtigen diese in ihrer Funktionalität. Um das zu verhindern, gibt es sogenannte Schutzfaktoren. Einer der wichtigsten dabei ist das Vitamin C.“

Frühzeitige Vitamin-C-Zufuhr sinnvoll

Um den gestiegenen Bedarf zu decken, ist deshalb eine frühzeitige gezielte Vitamin-C-Substitution empfehlenswert. „Sie trägt dazu bei, möglichst schnell wieder optimale Immunbedingungen herzustellen. Das wirkt sich positiv auf Dauer und Schweregrad der Infektion aus. Dabei hängt die im Einzelfall benötigte Vitamin-C-Menge immer vom Ausmaß und der Chronizität der Infektion ab“, führt Weisser aus.

Therapeutische Konzentrationen nur durch Infusion erreichbar

„Liegt beispielsweise bereits ein gravierendes Vitamin-C-Defizit vor, reicht eine orale Therapie nicht aus, um diesen zu beheben. Denn die Bioverfügbarkeit von oral zugeführtem Vitamin C wird aufgrund des Transporter-Engpasses im Duodenum (Dünndarm) nie so hoch sein, wie bei einer parenteralen (am Darm vorbei, sprich: per Infusion) Vitamingabe“ erklärt Weisser. Deshalb ist in diesem Fall der Einsatz von Vitamin-C-Hochdosis-Infusionen sinnvoll. Die durch sie erzielten therapeutischen Konzentrationen helfen, den klinischen Mangel auszugleichen und so den Teufelskreis zwischen gestörten Immunantwort und erhöhter Infektanfälligkeit zu durchbrechen.

Quelle: Pascoe.de

 

Clarissa Jung-Heiliger- Heilpraktikerin in Köln